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NEDELINO

Nedelino befindet sich in den Rhodopen. Die Stadt ist an beiden Ufern des Flusses Nedelinska gelegen. Sie ist 15 km von Zlatograd entfernt, 30 km von Ardino und 60 km von den Regionalzentren Smojan und Kardshali. Die Berge Sveti Ilija (Heilige Iljia)  und Sveta Nedelja (Heilige Nedelja, heiliger Sonntag) sind der Stolz der Stadt. Laut einer Überlieferung waren Ilija und Nedelja Geschwister, die in der Zeit des türkischen Jochs lebten. Sie wollten den Islam nicht annehmen und wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Gerade zum Festtag Sveta Nedelja (Heiliger Sonntag), an jedem 6. Mai  - Gergjovtag (St. Georgstag) oder Adreles (so nennt man das Fest in Nedelino) - findet hier ein kleines Volksfest statt.

Nedelino ist durch sein Zwei-Stimmen-Gesang bekannt. Das ist ein spezifisches Singen, das nirgendwo anders existiert und in Quarten und Sekunden gesungen wird. Nikolaj Kaufmann entdeckt als erster die Erscheinung Nedelinski Zwei-Stimmen-Gesang und ist der erste, der Artikel darüber schreibt.

Sveta Nedelja

Der Berg ist 7 km von Nedelino entfernt, nah beim Weg nach Zlatograd, in der Strecke zwischen Nedelino und Starzewo. Der Berg ist einsam, ohne Gebirgssattel und ragt über die anderen Gebirgsanhöhen und Bergen empor. Er bietet eine breite Übersicht und weite Sicht an.

Der eingeebnete Kamm vom Berg Sveta Nedelja ist von jahrhundertealtem Eichenwald bedeckt. Darin sind das Klostergebäude und die anderen Hilfsbauwerke versteckt, die von einem steinernen Burgmauer, Treppenreste, Pfade und andere umgeben sind. Der Berg und die Burg waren eine gewaltige Verteidigungsanlage im Kampf gegen die türkischen Eroberer. Deshalb wurde die Burg noch bei den ersten Überfällen niedergebrannt und verheert.

Sveta Nedelja ist 865m hoch. Bei schönem Wetter kann man vom Berg aus den höchsten Berg der Insel Samothraki in Griechenland und das Ägäische Meer sehen.

Turtschin-Brücke (die türkische Brücke)

In der Stadt Nedelino gibt es zwölf römische Brücken. Deshalb sind die mit ihnen verbundenen Legenden viel. Es lebt heute noch die Überlieferung über den Tod einer jungen Frau, deren Gemahl, ein Brückenmeister,  ihren Schatten in die Grundmauer einmauerte, weil „ am Tag Aufgebaute in der Nacht einstürzte“. Interessant ist die Geschichte der kleinen Brücke, die nur 3 km westlich von der Stadt liegt und von den Einheimischen Turtschin-Brücke genannt wird. Einmal kam in der Stadt ein türkischer Pascha (Herrscher) und ließ sein Heer auf den Wiesen in der Gegend Kuljata nieder. Er befahl, die Einwohner des Dorfes und der Viertel bei der kleinen Brücke zu versammeln. Die Janitscharen (die Elitetruppe im Osmanischen Reich) stellten sich mit nackten Krummschwerten wie eine lebendige Mauer auf der Brücke, und die Einwohner von Nedelino wurden gezwungen, einer nach dem anderen vom linken ans rechte Ufer zu gehen. Dort war ein großer Haufen Feses (Kopfbedeckung) und Turbane. Der Volksmund sagt, dass eine Menge Köpfe abgehaut und ins Wasser des Nedelinska Flusses geworfen wurden. Lebendig blieben nur diese, die den türkischen Glauben annahmen. Daher kommt das Sprichwort in Nedelino „der Turban oder der Kopf“.

Kultische Orte

1.Heiligtum auf dem Gipfel Boshiza /1241 m über dem Meeresspiegel/ Gelände Kostadin, 1000 m nordöstlich von Dorf Burewo. Datierung – Späte Bronzezeit /XII Jh. v. Chr./ bis zum Ende des XIV Jahrhunderts n. Chr. Topografische Kontinuität des kultischen Ortes – im Laufe von mehr als 2600 Jahren.

2.Heiligtum auf dem Bergl Sveti Ilija (Heilige Ilija) /1002 m über dem Meeresspiegel/, 2700 m nördlich von Gorno Nedelino. Datierung – Frühe Eisenzeit /XI Jh. v. Chr./ bis zum Ende des XIV Jahrhunderts n. Chr.  Realisierte topografische Kontinuität des kultischen Ortes im Laufe von mehr als 2000 Jahren.

3.Heiligtum auf dem Berg Sveta Nedelja /868,8 m über dem Meeresspiegel/, 2000 m südlich von Nedelino. Datierung – im VI Jh. n. Chr. wurden ein christlicher Tempel, eine Burgmauer, wirtschaftliche Räume u.a. gebaut, die bis zum Ende des XIV Jahrhunderts funktionierten. Wahrscheinlicher Anfang des kultischen Komplexes – Späte Bronzezeit – Frühe Eisenzeit /XIII – X Jh. v. Chr./

4.Kurbanischte – 3500m von Sredetz. Datierung – Mittelalter /X – XIV Jh. n. Chr./ Der Anfang der Funktion des kultischen Ortes wurde nicht festgelegt.

Dörfer

1.Das Gelände Marina /Sveta Marina – Heilige Marina/ 1800 m nördlich von Nedelino. Datierung – Mittelalter.Bei landwirtschaftlichen Arbeiten wurde Folgendes gefunden: fragmentarische Keramik, ganze Tongefäße – Dolia, ein zerstörter Ofen für das Brennen von keramischen Gefäßen, mit steinernen Platten aufgebaute und bedeckte Gräber, byzantinische und venezianische Münzen von XII – XIII Jh.

2.Das Gelände Selischteto – in unmittelbarer Nähe nordwestlich von Sredetz. Datiert nach fragmentarischer Keramik zum Hochmittelalter und Späten Mittelalter /X-XIVJh./

Kapellen

1.Berg Sveti Ilija - /1002 m über dem Meeresspiegel/ Zerstörte aber klar sichtbare Mauer und  ein Apsisteil von einem kleinen christlichen Gebäude – Kapelle. Nach der Keramik wird die Kapelle in viel zu weiten Grenzen datiert. Eine vollständige Sondierungsforschung ist erforderlich.

Nekropolen

Die Postgelände – im Zentrum von der Stadt Nedelino, am rechten Ufer des Flusses.

Bei dem Bau einer Stützmauer wurden Bestattungen in Gräbern mit steinernen Platten aufgedeckt. Diese wurden am 26. Mai 1973 vom Archäologen Nikola Damjanov untersucht. Datierung – Bestattungen in Gräbern mit steinernen Platten /XII – XIV Jh./ Gemeinde Nedelino ist die erste in Smoljaner Gebiet, die ihre Objekte im Automatisierten Informationssystem „Archäologische Landkarte von Bulgarien“ einschließen wird. Alle archäologischen Objekte in Gemeinde Nedelino sind auf die archäologische Landkarte der Gemeinde aufgetragen.

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